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Sokrates Projekt

Das Sokrates Projekt ist ein gemeinsames Bildungsangebot der Civic Engagement Initiative am Bard College Berlin und der Community Engagement Initiative der Central European University. Wir bieten kostenlose Kurse auf Universitätsniveau in den Geistes- und Sozialwissenschaften für Erwachsene in Berlin an, denen in der Vergangenheit Bildungschancen verwehrt wurden, einschließlich derer, die keinen Sekundarschulabschluss haben.  
Die Abendkurse werden je nach Wahl auf Deutsch oder Englisch unterrichtet und basieren auf kleinen Diskussionsgruppen. Teilnehmer*innen beschäftigen sich in den Kursen mit den großen Fragen des Lebens und der Gesellschaft in einer freundlichen, offenen Atmosphäre und dennoch mit hohem akademischem Anspruch. Indem sie sich untereinander und mit Dozent*innen über eine Vielzahl miteinander verbundener Themen austauschen, werden die Teilnehmer*innen ermutigt, sich weiterzubilden und ihr Engagement im kulturellen und gesellschaftlichen Leben ihres Umfelds zu vertiefen. 

Was unsere Teilnehmer*innen sagen

Krisztina: Sokrates Projekt Budapest, 2019 

Krisztina: Sokrates Projekt Budapest, 2019 

Im Unterricht kann man frei die eigene Meinung sagen, sowas wie eine falsche Meinung oder einen falschen Gedanken gibt es nicht. Durch diese Diskussionen habe ich mich mehr geöffnet und angefangen, ein tiefergehendes Verständnis von Themen zu bekommen. Andere Teilnehmer*innen haben oft Dinge beleuchtet, die mir sonst in den Texten nicht aufgefallen wären – es war erstaunlich, wie viel mehr in einigen Menschen steckt. Auch ich habe wahrscheinlich Wissen, das ihnen fehlt. Einige von uns Teilnehmer*innen, die unter prekären Bedingungen leben, haben wunderbare Gedanken beigetragen. Das hat meine Ansicht bestärkt, dass jede Person eine Welt für sich ist. Menschen sind wichtig, egal wo sie herkommen.
Adrienn: Sokrates Projekt Budapest, 2019 

Adrienn: Sokrates Projekt Budapest, 2019 

Das ist nicht der reguläre Frontalunterricht: Alle machen aktiv mit und sie teilen ihre eigene Deutung des Materials mit der Gruppe. Es ist ganz anders als traditionelle Bildung, weil alle eingebunden werden und das Gefühl haben, dass die Erfahrung ihre eigene ist und das Thema sie selbst betrifft. Man hört nicht nur passiv zu, da alle einen neuen Aspekt zum gegebenen Thema beitragen und sich so ergänzen. Durch diese Diskussionen ergab sich ein rundes Ganzes, da wir dabei irgendwie immer einen gemeinsamen Abschluss fanden. 

Judit: Sokrates Projekt Budapest, 2019 

Man musste eine ganz andere Denkweise annehmen, eine andere Einstellung: frei zu denken und frei die eigene Meinung zu sagen.  ... Diese Freiheit fehlt uns schmerzhaft und sie muss gestärkt werden. In den Klassenzimmern der CEU führten wir freie Diskussionen und hörten uns gegenseitig die Meinungen der anderen an, welche sie frei vorbringen konnten.

Gitta: Sokrates Projekt Budapest, 2019 

Für mich war es neu, dass alle die ausgewählte Lektüre vorab lasen und wir sie dann in der Gruppe diskutierten. Das ist sehr anders im Vergleich zur weiterführenden Schule, wo die Lehrkraft Material runterrattert, das die Schüler dann büffeln, ob sie es wirklich verstehen oder nicht. Ich habe seitdem selbst die sokratische Methode angewandt und war froh über die Ergebnisse. Sonst würde ich dazu neigen, anderen zu erzählen, was sie wissen müssen, obwohl sie es viel besser erinnern können, wenn sie Dinge selbst herausfinden und aussprechen. Ich würde ohne zu zögern mit dem Kurs fortfahren und empfehle ihn allen, die gerne unabhängig denken.

Partners

Socrates Partners

Das Sokrates Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Bard College Berlin und der Central European University (CEU) in Budapest und Wien. Wir werden durch eine Förderung des Open Society University Network.
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