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ECLA European College of Liberal Arts beendet das akademische Jahr 2005-06
 

45 Studenten aus15 Ländern nahmen an den Programmen Academy Year und Project Year teil. Abschlußfeier am 21. Juni 2006 in Berlin. Internationale Sommeruniversität beginnt am 14. Juli 2006
Tomaz Cebasek
tc@ecla.de
06-15-2006
Am längsten Tag des Jahres ist es so weit. Nach neun Monaten gemeinsamen Lernens und Lebens erhalten die Studenten des European College of Liberal Arts (ECLA) ihre Zeugnisse und feiern den Abschluß des akademischen Jahres mit Veranstaltungen auf dem Campus und im Rathaus von Berlin-Pankow. Keine Essays, keine Prüfungen mehr - wenn es nach dem 21. Juni noch Streß gibt, kommt er vom Abschied nehmen oder von sportlichen Sympathien im Rahmen der Fußball-WM, die auch an Geisteswissenschaftlern nicht spurlos vorbeiziehen kann.

Das ECLA hat sich in diesem akademischen Jahr für 45 Studenten aus 15 Ländern entschieden. 35 Studenten nahmen am Academy Year teil, einem studium generale, bei dem die Auseinandersetzung mit europäischer Geistesgeschichte im Mittelpunkt steht. Platon, Shakespeare, Marx und Virginia Woolf; Philosophie, Geschichte, politische Theorie und Literatur – in einem wöchentlichen Zyklus von Vorträgen, Seminaren, schriftlichen Arbeiten und Tutorien werden zentrale Fragen und Autoren von der Antike bis zur Gegenwart aus den Blickwinkeln verschiedener akademischer Disziplinen beleuchtet.

Eine weitere Gruppe von 10 Studenten absolvierte am ECLA das Project Year. Neben dem Unterricht in Seminargruppen arbeiteten diese Studenten an Forschungsvorhaben, die sie am Ende des Jahres in einer öffentlichen Sitzung präsentieren werden. Unter den Arbeiten befinden sich z.B. eine Studie zur deutsch-türkischen Autorin E.S. Özdamar, ein Versuch zur Geschäftsethik auf der Basis von Kants Moralphilosophie sowie eine Forschungsarbeit zum wechselseitigen Einfluß von analytischer Philosophie und Conceptual-Art-Bewegung.

Laurent Boetsch, Präsident des College, sagt zum Jahrgang 2005-06: “Das ECLA entwickelt jedes Jahr ein besonderes Verhältnis zu seinen Studenten. Das Jahr 2005-06 war keine Ausnahme in dieser Hinsicht. Es war eine Gruppe, die mit Leidenschaft lernte und in einer sehr offenen Weise einen wahren Reichtum an kreativem Talent zeigte. Dazu kommt die kulturelle Vielfalt, die sich sowohl im Seminarraum als auch außerhalb äußerte. Wir sind dankbar und erfreut, einen Beitrag zur akademischen und persönlichen Entwicklung dieser hoch talentierten jungen Leute leisten zu können“.

Das European College of Liberal Arts ist klein, international ausgerichtet und setzt auf breite, fundierte Bildung statt auf spezialisiertes Fachwissen. Alle Programme sind durch interdisziplinäre Curricula und einen intensiven Austausch in kleinen Seminargruppen und individuellen Tutorien geprägt. Das akademische Angebot wird um viele Campus-Aktivitäten ergänzt, vom ECLA-Chor über das Studentenmagazin „Eclactic“ bis zu den ECLA Business Seminaren. Dazu kommt die Campus-Idee: Die Studenten bilden eine intellektuelle Gemeinschaft, die zusammen wohnt und das Lernen auch außerhalb der Seminarräume fortführt. Dadurch entsteht eine besondere Atmosphäre, in der die Grenzen zwischen Unterricht und Freizeit, zwischen akademischen und gesellschaftlichen Aktivitäten oft und auf Dauer verschwinden.
 
Das nächste akademische Programm am ECLA ist die Internationale Sommeruniversität, die am 14. Juli beginnen wird. Zunächst aber gehört der Campus noch einige Tage dem Jahrgang 2005-06. Die längsten Tage des Jahres dürften in Pankow noch etwas länger ausfallen.

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This event was last updated on 08-21-2018

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