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Bard College Berlin Stellt Fünf Vollstipendien für Studierende mit Fluchthintergrund aus Syrien und Anderen Krisenregionen zur Verfügung

Bendetta Roux
b.roux@berlin.bard.edu
02-07-2017
Berlin. Bard College Berlin kündigt die Neuvergabe von fünf privat finanzierten Vollstipendien für geflüchtete Studierende aus Syrien und anderen Krisengebieten an. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten absolvieren ein vierjähriges Bachelor-Studium am Bard College Berlin; Studienbeginn ist August 2017. Drei der fünf Stipendien sind für Studierende aus Syrien bestimmt.

Die Stifter sind Nina Baronin von Maltzahn, die britische Künstlerin Tracey Emin, CBE, RA, der belgische Galerist Xavier Hufkens und zwei weitere Individuen. Der Spendenbeitrag von €80.000 pro Einzelstipendium wird von Bard College Berlin auf je €120.000 ergänzt.

Die Stipendien sind Teil des von Bard College Berlin im Jahr 2016 etablierten Program for International Education and Social Change. Bereits im Herbst 2016 nahmen die ersten vier aus Syrien geflüchteten Vollstipendiatinnen und -stipendiaten ihr Studium im Rahmen des Programms auf. Innerhalb von vier Jahren können sie sowohl einen deutschen als auch einen US-amerikanischen Bachelor-Abschluss erwerben.

Bewerberinnen und Bewerber für die fünf neuen Stipendien müssen einen Fluchthintergrund haben, exzellente akademische Leistungen vorweisen, ausreichende Englischkenntnisse besitzen, sowie nachweisbar vollständige finanzielle Unterstützung benötigen. Zudem sollten sie sich durch starkes gesellschaftliches Engagement auszeichnen und eine überzeugende „social mission“ darlegen, die sie während ihres Studiums und darüber hinaus verfolgen wollen, sei es in ihren Ursprungsländern oder in einem internationalen Kontext.

Bewerberinnen und Bewerber können sich über Bard College Berlins Website bewerben. Bei fehlender Dokumentation sichert Bard College Berlin jede Unterstützung dabei zu, eine Lösung zu finden. Das Stipendium deckt sämtliche Kosten ab: Studiengebühren, Unterkunft und Verpflegung, anfallende Gebühren, Semesterticket, Reisekosten sowie Kosten für Bücher und andere Studienmaterialien.

Catherine Toal, Dekanin des Bard College Berlin, erläutert: „Mit ihren intellektuellen Leistungen und ihrem Engagement haben die vier syrischen Studierenden mit Fluchthintergrund, die im vergangenen Sommer ihr Studium hier aufgenommen haben, das politische Bewusstsein am Bard College Berlin vertieft, das Bildung und die Werte einer freien, offenen und pluralistischen Gesellschaft miteinander verbindet..Diese durch ihre Resilienz und Hingabe tief beeindruckenden Studierenden leisten einen wichtigen Beitrag zu einer College-Gemeinschaft, die bereits jetzt eine enorme Vielfalt an geschichtlichen und kulturellen Erfahrungen in sich vereint.“ „Bard hat eine lange und aktive Tradition im Bereich des gesellschaftlichen Engagements und der sozialen Verantwortung“, ergänzt Kerry Bystrom, Co-Dekanin und Professorin für Anglistik und Menschenrechte. „Aufgrund des täglichen Austauschs mit unseren Studierenden mit Fluchthintergrund ist am Bard College Berlin die Realität eines globalen Paradigmenwechsels noch greifbarer geworden. Die Anwesenheit dieser Studierenden erinnert uns an die Notwendigkeit, die Modi und den Inhalt unserer Lehre sowie die Grenzen unserer geistigen Gemeinschaft immer neu zu denken und zu gestalten.“

Das Program for International Education and Social Change steht in Bards langer Tradition als Zufluchtsort für Geflüchtete aus aller Welt. In einer Erklärung zur Ankündigung des Einreisestopps durch die neuen US-Regierung bezog sich Bards Präsident Leon Botstein auf diese Geschichte und Bards aktuelle Position als offener und sicherer Ort. In der neuen globalen Lage ist Bards Berliner College möglicherweise besonders gut geeignet, diese Tradition fortzuführen. Die Werte einer offenen, freien und pluralistischen Gesellschaft finden sich auch explizit in der Hochschulsatzung des College wieder: „Bard College Berlin ist der Gedanken- und Meinungsfreiheit in einem diskriminierungsfreien Umfeld verpflichtet. Daher untersagt Bard College Berlin jede Diskriminierung aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung, nationaler oder ethnischer Herkunft, Alter oder Behinderung.”

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Über Bard College Berlin

Bard College Berlin (BCB) ist ein staatlich akkreditiertes und gemeinnütziges amerikanisch-deutsches Liberal Arts College, das interdisziplinäre Bachelor-Studiengänge in den Geistes- und Sozialwissenschaften anbietet. Es wurde 1999 als European College of Liberal Arts gegründet und ist seit 2011 sowohl eine deutsche Universität als auch Teil des Netzwerks von Bard College, New York. Studierende am BCB sind Teil einer äußerst diversen und internationalen Gemeinschaft mit 210 Studierenden aus 54 Ländern. Die Unterrichtssprache ist Englisch. Studierende haben Zugang zu akademischen Mentorinnen und Mentoren, Tutorinnen und Tutoren sowie Praktikumsmöglichkeiten bei lokalen und internationalen Organisationen. Durch die Verbindung mit Bard College New York und seinen Partneruniversitäten in Kirgisistan, Palästina und Russland sowie durch die ERASMUS- und Higher Education Support Programme haben Studierende Zugang zu einem weltweiten Netzwerk, können an gemeinsamen Workshops und Konferenzen teilnehmen und im Ausland studieren.
www.berlin.bard.edu

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This event was last updated on 08-21-2018

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