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Bard College Berlin Bietet Syrischen Studierenden Drei Vollstipendien 

Bendetta Roux
b.roux@berlin.bard.edu
03-22-2016
Berlin, Deutschland – Dank einer großzügigen philanthropischen Spende erhält Bard College Berlin drei Stipendien für Studierende aus Syrien. Die privaten Sponsoren sind Bard College-Kurator Roland Augustine und Allegra Pesenti, der Berliner Galleriebesitzer Max Hetzler sowie der amerikanische Filmproduzent Mark Gordon. Die Stipendien sind Teil des Programms für Internationale Bildung und Sozialen Wandel (Program for International Education and Social Change) und werden dazu beitragen, syrischen Studierenden ein komplettes vierjähriges Studium am Bard College Berlin zu ermöglichen. Studierende, die das akademische Programm erfolgreich durchlaufen, erhalten sowohl einen amerikanischen als auch einen deutschen B.A.-Abschluss.

Roland Augustine kommentiert: „Allegra und ich fühlen uns sehr geehrt und sind stolz, die Umsetzung der neuesten Bildungsinitiative des Bard College Berlin zu unterstützen und durch Bereitstellung von Stipendien jenen Studierenden zu helfen, die aus ihren Heimatländern vertrieben wurden. Nach der bahnbrechenden Bard Prison-Initiative wird dieses neue wichtige Programm nun Mittel zur Verfügung stellen, um den Verlust von Bildungsmöglichkeiten für vielversprechende Studierende auszugleichen, deren Leben durch Krisen und Kriege in ihren Herkunftsländern gefährdet wurde.”

Susan H. Gillespie, Vizepräsidentin der Special Global Initiatives am Bard College New York: „Wir freuen uns schon sehr auf diese Studierenden und ihren Beitrag zu unserer Universität und unserer Gemeinschaft. Die internationale Vielfalt am Bard College Berlin, die breitgefächerte und flexible Herangehensweise an Studieninhalte in der Tradition der Liberal Arts, die gemeinsame englische Sprache (die für die meisten Studierenden die zweite oder dritte Sprache ist) sowie die kleinen Klassen und interaktiven Unterrichtsmethoden bieten die idealen Voraussetzungen, um allen Studierenden neue Perspektiven und neue Sichtweisen auf die Welt zu eröffnen.”

Dekanin Catherine Toal ergänzt: „Bard College Berlin ist vorzüglich geeignet, Studierenden, die nicht nur ihre Ausbildung fortsetzen wollen, sondern sich darüber hinaus auch eine neue Existenz in einem anderen Land, in einer anderen Gesellschaft aufbauen möchten, die dazu notwendigen intellektuellen Anregungen wie auch persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Der Dialog über die Bedeutung einer solchen ‘neuen Existenz’, die für eine zunehmende Zahl von jungen Menschen überall auf der Welt wichtig erscheint, steht im Mittelpunkt unseres Studienplans und spiegelt sich auch in den Beziehungen zwischen den Studiengängen und den Institutionen und vielfältigen Entwicklungen der Stadt Berlin wider.”

Um in das Studienprogramm aufgenommen zu werden, sollten Bewerberinnen und Bewerber ein starkes gesellschaftliches Engagement nachweisen und/oder eine ausgearbeitete Idee für eine soziale Aufgabe vorweisen können, die sie während ihres Studiums und auch danach verfolgen, entweder in ihrem Heimatland oder auf internationaler Ebene. Die Kandidaten sollten die syrische Staatsangehörigkeit haben und akademische Leistungen, englische Sprachkenntnisse sowie Anspruch auf volle finanzielle Unterstützung hinsichtlich des Collegestudiums dokumentieren können. Bewerbungen sind bitte über die Bard College Berlin Website einzureichen.

Der jeweils gespendete Stipendiumsbetrag von $ 80.000 wird duch einen zusätzlichen Beitrag des Bard College ergänzt, so dass sich der Gesamtbetrag des Stipendiums auf $ 120.000 für vier Studienjahre beläuft. Bard College Berlin bietet interdisziplinäre B.A.-Studiengänge in “Economics, Politics and Social Thought,” und “Humanities, the Arts and Social Thought” an.

Mit dem Program for International Education and Social Change folgt Bard College Berlin dem Vorbild des Bard College New York, das eine lange Tradition sozialen und staatsbürgerlichen Engagements pflegt. Seit den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts und während des Zweiten Weltkriegs war Bard ein Zufluchtsort für angesehene europäische Schriftsteller, Künstler, Wissenschaftler und Intellektuelle, darunter auch der Philosoph Heinrich Blücher und seind Frau, die politische Theoretikerin Hannah Arendt. 1956 bot Bard Unterkunft und Sicherheit für 325 ungarische Studierende, die nach der Teilnahme an der Revolte gegen das stalinistische Regime ihres Heimatlandes fliehen mussten. Kurz nach dem Fall der Berliner Mauer entwickelte das College das Program in International Education, das es Studierenden aus Ländern mit entstehenden demokratischen Strukturen in Zentral- und Osteuropa sowie in Zentralasien ermöglicht, Bard College zu besuchen und dort zu studieren. 



Über Bard College Berlin

Bard College Berlin (BCB) ist eine amerikanisch-deutsche Hochschule, die in der Tradition der fächerübergreifenden Liberal Arts-Bildung steht und interdisziplinäre B.A.-Studiengänge in den Geisteswissenschaften und Sozialwissenschaften anbietet. 1999 als European College of Liberal Arts gegründet, verband es sich 2011 mit dem renommierten Bard College New York und wurde somit Teil des internationalen akademischen Bard-Netzwerks. Die momentan 140 Studierenden des BCB kommen aus 41 verschiedenen Ländern und sechs Kontinenten; sie repräsentieren die Vielfalt und Internationalität unserer Welt im Zeitalter der Globalisierung (mit Englisch als gemeinsamer Unterrichtssprache). Die Studierenden erhalten Unterstützung durch Tutoren, Mitglieder des Lehrkörpers und der Administration sowie durch Mentoren, und sie haben Zugang zu Praktika bei regionalen und internationalen Organisationen. Kontakte zu und Zusammenarbeit mit größeren internationalen Studentengruppen, Teilnahme an Workshops und Konferenzen und Möglichkeiten zu Studienaufenthalten im Ausland ergeben sich durch das Bard College New York und durch dessen Netzwerk und duale B.A.- Studienprogramme an Universitäten in Kirgisistan, Palästina und Russland, durch das ERASMUSProgramm, das Higher Education Support-Netzwerk sowie durch Kooperationen mit anderen namhaften Universitäten. http://www.berlin.bard.edu

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