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Über uns

Der Wissenschaftsrat würdigt, dass es dem Bard College Berlin gelungen ist, sich als Liberal Arts College erfolgreich jenseits der binären Typologie von Universitäten einerseits und Hochschulen für angewandte Wissenschaften andererseits zu etablieren. Es ist das einzige eigenständige College dieser Art in Deutschland und trägt zur institutionellen Differenzierung der deutschen Hochschullandschaft bei.
Stellungnahme des Wissenschaftsrats (2017)

Bard College Berlin ist eine gemeinnützige, staatlich anerkannte, deutsch-amerikanische Universität in Berlin-Niederschönhausen. Ziel ist es mit Studierenden aus aller Welt die zeitlosen „großen Fragen“ zu stellen und ihnen die Fähigkeiten und Einsichten zu vermitteln, um sie kritisch und im Dialog für eine gemeinsame Zukunft zu beantworten.       

Das College wurde 1999 als ECLA (European College of Liberal Arts) von deutschen Intellektuellen und Unternehmern, ehemaligen DDR-Bürgerrechtlern und Transatlantikern in Berlin gegründet. 2011 fusionierte es mit Bard College in New York. Bard College Berlin bietet zwei interdisziplinäre B.A.-Studiengänge in den Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften an. Die Unterrichtssprache ist Englisch und für nicht-deutschsprachige Studierende gehört das Studium der deutschen Sprache zum Curriculum. Die Studierenden können sowohl einen deutschen als auch einen amerikanischen B.A. Abschluss erwerben.

Studierende am Bard College Berlin sind Teil einer internationalen Gemeinschaft: 260 junge Menschen aus sechzig Ländern auf fünf Kontinenten, mit vielfältigen kulturellen und sozialen Hintergründen machen College und Campus zu einem Beispiel für gelebte Diversität. 
Das „Liberal Arts“ Programm geht auf den Humboldt‘schen Bildungsbegriff zurück. Es ermöglicht eine breite Orientierung, bei der der intellektuelle und akademische Weg begleitet wird von den individuellen Fragen und Erfahrungen der Studierenden. Sechs „Core Courses“ bilden das Rückgrat des Studiums:  Sie vermitteln grundlegende Werte des offenen wissenschaftlichen Diskurses, Methoden und Denktraditionen innerhalb des Kanons einer abendländisch-westlich geprägten, dabei ihrer globalen Vernetzungen bewussten Tradition. Auch die Methoden des genauen und kritischen Lesens, Forschens und Schreibens sowie die historisch-sozialen Zusammenhänge der Entstehung und Entwicklung der etablierten Einzelwissenschaften werden hier gelehrt. Auf dieser Basis entwickeln die Studierenden ihre eigenen Fragestellungen, die sie in der zweiten Hälfte des Studiums in ihren Studiengängen und mit der Wahl ihrer Schwerpunkte wissenschaftlich vertiefen. Zwei B.A.- Programme werden angeboten: “Economics, Politics, and Social Thought” und “Humanities, the Arts, and Social Thought.” Im Mittelpunkt stehen die Fächer Volkswirtschaftslehre, Politik, Literatur, Kunstgeschichte und Philosophie. 

Ergänzend zum Curriculum sind die Erfahrungen außerhalb des Seminarraums wichtig. Bard College Berlin unterhält ein dichtes internationales Netzwerk von Partneruniversitäten, die den Studierenden im dritten Jahr für ein Auslandstudium zu Verfügung stehen. Das Praktikumsprogramm, in Verbindung mit einem interdisziplinären Praktikumsseminar, nutzt die Vielfalt von Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen, und politischen, kulturellen und sozialen Institutionen in Berlin, um Studierenden eine frühzeitige Berufsorientierung zu ermöglichen. Civic Engagement Fellowships fördern Studierende, die die sich in eigenen gemeinnützigen Projekten engagieren möchten. 

Bildung ist unbezahlbar und sollte für jeden zugänglich sein. Dennoch kosten hervorragende Lehre, persönliche Betreuung, akademische Forschung und die Verwaltung einer Institution Geld. Als gemeinnützige Institution ohne öffentliche Finanzierung erhebt Bard College Berlin deswegen Studiengebühren. Studienplätze werden vergeben aufgrund von akademischer Leistung, intellektueller Neugierde und gesellschaftlichem Engagement. Bard College Berlin legt großen Wert darauf, das Studium unabhängig vom sozioökonomischen Hintergrund zu ermöglichen. Alle Studierenden übernehmen Studiengebühren in angemessener Relation zur finanziellen Lage des jeweiligen Elternhauses oder zum eigenen Einkommen. Fast 80% der Studierenden erhalten durch eine gemeinschaftsbildende, kompensierende Verwendung von Studiengebühren und private Philanthropie finanzielle Unterstützung.
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